Turn- und Sportverein Leinfelden

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Handball

Aktuell

  • M1: Weihnachten kann kommen

    Ich war nie der ganz groß abgedrehte und euphorische Fan von Weihnachten. Klar: Besinnliches Zusammensein mit der Familie, anderen eine Freude zu machen und äußere Stressfaktoren einfach mal ausschalten zu können sind Dinge, auf die ich mich ganz fantastisch freue und über die ich sehr dankbar bin. Aber es ging nie so weit, dass ich mir beispielsweise einen Baum in die Bude gestellt hätte. Warum auch? Ich stelle ja auch nicht den Wohnzimmertisch in den Wald. Die M1 jedenfalls kann das Fest nach den zurückliegenden Ergebnissen sehr entspannt angehen. Jedes der letzten sechs Spiele wurde gewonnen, und in der Tabelle liegt man was die Pluspunkte angeht (zumindest noch) punktgleich mit dem Führenden auf dem zweiten Platz. Auf diese Bilanz und diesen Zwischenstand kann das Team durchaus stolz sein.

    Spannung in Abschnitt Nr. 1

    Den sechsten Sieg in Folge konnte die M1 am letzten Heimspieltag des Jahres, und gleichzeitig auch der Auftakt der Rückrunde, gegen die TG Nürtingen klarmachen. Das erste Treffen in Nürtingen zu Beginn der Saison ging verloren, insofern hatte die HSG auch für sich selber etwas gut zu machen. Am Anfang der Partie tat man sich wie auch drei Monate zuvor schwer gegen einen Gegner, der das Spiel ebenfalls nicht so ohne weiteres aus der Hand geben wollte. Zu diesem Zeitpunkt lebte das Spiel von der Spannung und viel zu oft ließ sich der HSG-Angriff in dieser Phase den Ball von einem jungen Mann, der aussah wie Gareth Bale, klauen. Das besserte sich zur Mitte der ersten Halbzeit, die M1 war jetzt bissiger und konnte in der 17. Minute erstmals leicht auf 10:7 wegziehen. Dank einem im Vergleich besser aufgelegten HSG-Torhüter und einer konzentrierten Abwehr schraubte das Team die Führung zur Pause auf 17:12 hoch.

    Gleich etwas völlig anderes

    Zur zweiten Halbzeit konnte der Zuschauer erahnen, was der Trainer seinen Spielern in der Halbzeitpause offenbar mit auf den Weg gegeben hatte: Den Sack frühzeitig zu machen. Und genau das setzte das Team in die Tat um; Tor um Tor zog die M1 davon. Insbesondere unser Linksaußen schien Gefallen darin zu finden, den Ball im gegnerischen Gehäuse unterzubringen. Lediglich innerhalb der 40 Sekunden, in welchen die HSG aufgrund mehrerer Drei-Minuten-Strafen der Nürtinger in Triple-Überzahl spielte, änderte sich der Spielstand auf der Anzeigetafel nicht. Zur 42. Minute hatte man das Spiel mit 25:16 gut im Griff. Und dann kam unverhofft die Spannung zurück...

    Doch zunächst, einfach so zwischendurch zur Auflockerung mal abseits vom Handball ein kleiner Fun Fact, den mein alter Physiklehrer uns seinerzeit mit auf den Weg gegeben hat: Wenn man die komplette Bevölkerung der Erde an einem Punkt versammeln würde, dann könnte man die Umlaufbahn der Erde verändern. Hat er zumindest damals so gesagt, dieses gescheite Kerlchen. Um das zu veranschaulichen: Derzeit sind wir rund 7,7 Milliarden Menschen auf der Erde. Um eine solche Menge an einem Ort auch einigermaßen bequem unterzubringen, bräuchte man eine Fläche von rund 3.850 Quadratkilometern. Dann hätte jeder einen halben Quadratmeter Platz und könnte auf jeden Fall komfortabler stehen als die Besucher des Stuttgarter Weihnachtsmarktes am Wochenende. Diese Menschentraube würde noch knapp auf die komplette Insel Mallorca passen, damit man mal eine bildliche Vorstellung davon hat, was die aktuelle Weltbevölkerung und 3.850 Quadratkilometer in etwa ausmachen.

    Wenn man nun einem einzelnen Menschen ein Durchschnittsgewicht von 45 Kilogramm zuordnet – zu den insgesamt 7,7 Milliarden Menschen zählt natürlich vom Säugling bis zum ausgewachsenen Arnold alles mit dazu – dann würde ein Gesamtgewicht von circa 350 Millionen Tonnen auf einen Punkt einwirken. Üblicherweise verteilt sich diese Last gleichmäßig auf die Kontinente. Um auch hier eine solche Last zu veranschaulichen: Dieses Gewicht entspricht dem von rund 350 Millionen Klein-PKW, und das sind immerhin 7,5 Mal so viele Autos, als im Jahr 2018 lt. Statista in Deutschland zugelassen sind.

    Zurück zum Spiel

    Ein Fazit aus dieser Geschichte könnte sein, dass sich ziemlich weitreichende Dinge (wie in diesem speziellen Fall die Veränderung der Erdumlaufbahn) beeinflussen lassen, wenn Menschenmassen geschlossen den Ort wechseln. Und dieser Gedanke funktioniert nicht nur global, auch auf die demgegenüber ziemlich kleine HSG-Welt ist dieses Prinzip anwendbar. Beispielsweise könnte – und das ist natürlich nur eine Vermutung – der Verlauf eines Spieles negativ beeinflusst werden, wenn nach und nach die Tribünen immer leerer werden. Logischerweise können auch immer Kraft, Kondition und Konzentration gegen Spielende nachlassen. Als Team auf dem Spielfeld spürt man jedoch, wenn die Unterstützung von außen immer mehr fehlt. Fakt ist jedenfalls: Der komfortable Neun-Tore-Vorsprung (25:16) zur 42. Minute schmolz zum Schluss bis auf ein am Ende verdienten Sieg von 28:26 dahin. Warum das so war? Der Grund für das magere Ergebnis von 3:10 Toren in den letzten 18 Minuten liegt vermutlich irgendwo zwischen dem Schwund an Kraft, Kondition, Konzentration und Zuschauern.

    Die Auszeit beim Stand von 25:21 war nach einer Serie von fünf Gegentoren in Folge die logische Konsequenz, brachte aber nur wenig Beruhigung in das Spiel der gastgebenden Mannschaft. Bis zum 26:23 erreichte die Spannung ihren Höhepunkt, ehe unser Torhüter einen Angriff der Nürtinger mit seinem „Ranzen“ gekonnt abwehrte. Endgültig als eingetütet konnte man den Sieg nach dem Konter zum 28:24 betrachten. Freundlicherweise leitete Gareth Bale diesen höchst selbst mit einem Fehlpass mustergültig ein. Danach fiel die Spannung merklich ab, die letzten beiden Gegentore sollten nur noch Ergebniskorrektur sein.

    Die guten Wünsche zum Schluss

    Die M1 wünscht allen, die sich diesen Text tatsächlich bis zum Ende durchgelesen oder einfach nur ziemlich schnell nach unten gescrollt haben, ein friedliches und besinnliches Weihnachtsfest. Und ganz egal ob der Jahreswechsel sanft oder eher heftig gefeiert wird, kommen Sie sicher, gesund und ohne Blessuren rüber nach 2019. Wir sehen uns dann hoffentlich in der Halle. Das nächste Heimspiel findet am 26. Januar gegen den derzeit Führenden der Tabelle, der Zweiten aus Wolfschlugen, statt.

  • M1: Deutlicher Heimsieg

    m1Bereits voriges Wochenende konnte die M1 ziemlich ungefährdet beide Punkte aus der Esslinger Innenstadt mit nach Hause bringen. Innenstadt heißt jetzt natürlich nicht, dass das Spiel auf dem Marktplatz im Freien ausgetragen wurde. Die Schelztor-Sporthalle liegt in Esslingen sehr zentral und hat genau wie die Stadt selber schon Einiges an Erfahrung aufzuweisen, wenn man Erfahrung an der Anzahl der über die Jahrzehnte (-hunderte) dort ausgetragenen Sportveranstaltungen misst. Schon beim Betreten der Halle hatte man das Gefühl, dass hier ganz bestimmt schon historische Figuren wie Wilhelm I. oder Alexander der Große bei Auswärtsspielen ihre Bälle in das damals noch aus Dinosaurierknochen zusammengebundene und etwas windschief dastehende Torkonstrukt warfen. Aber das ist natürlich alles vollkommener Blödsinn, denn Wilhelm I. hat mit Sicherheit nie Handball gespielt.

    Aber zurück zum Wesentlichen, denn verdient war der Sieg der M1 allemal: Die Mannschaft des Team Esslingen II konnte lediglich am Anfang des Spiels noch zum 1:1 ausgleichen, den Rest der Spieldauer aber gab die HSG die Führung nicht mehr aus der Hand. Am Ende durfte die M1 durchaus zu Recht ihre bei den mitgereisten Fans bekannte Auswärtssieg-Schraube in der sehr altehrwürdigen Halle drehen.

    Was bedeutet das für das aktuelle Spiel?

    Um sich jedoch wirklich im oberen Drittel der Tabelle festzusetzen, musste dieser Auswärtssieg am folgenden Wochenende zuhause gegen die zweite Mannschaft aus Neuhausen ebenfalls mit zwei Punkten vergoldet werden. Dass dies durchaus im Bereich des Möglichen lag, verriet ein Blick auf die Tabelle: Hätte man im Wettbüro auf einen Sieg der M1 getippt, dann wäre die Gewinnquote vermutlich nicht allzu hoch gewesen. Doch das ist nur reine Theorie, die Wahrheit liegt mit der Praxis wie immer auf dem Platz und kann nicht selten einige Überraschungen mit sich bringen.

    Oder halt auch eben nicht... Denn ein Sieg mit zwanzig Toren Differenz (39:19) spricht schon eine sehr eindeutige Sprache. Dabei sah es zu Beginn gar nicht so sehr danach aus, als wäre ein Kantersieg dieser Größenordnung zu erwarten. Schon im Vorfeld der Begegnung waren sich Teile des Publikums nicht sicher, ob zwei der M1-Akteure der physischen Belastung des Spiels überhaupt gewachsen waren, da diese am Vorabend durch die durchaus raue, anstrengende und fordernde Schule des AH-Kicks geschickt wurden.

    Distanzwürfe und ein Spielzug

    Zu Beginn prägten viele Distanzwürfe auf beiden Seiten die Partie. Gerechtfertigt waren diese jedoch nur auf Seiten der HSG, da der erste der beiden Torhüter der Neuhäuser Mannschaft nicht gerade einen Sahnetag erwischt hatte. Auch nach dem folgerichtigen Wechsel im Gehäuse änderte sich das Pech – oder je nach Sichtweise: das Glück – im gegnerischen Tor nicht. Im Gegensatz dazu konnte sich der HSG-Keeper des Öfteren durch Paraden auszeichnen.

    Auch Spielzüge hatten Seltenheitswert, lediglich der Gastgeber versuchte hin und wieder durch den „dicken Bauch“ zum Erfolg zu kommen. Also zumindest die um drei Generationen ältere Mannschaft hat diesen Spielzug damals so genannt. Wie er heute im Team korrekterweise bezeichnet wird... Keine Ahnung. Den zweiten Versuch dieses Spielzuges schloss der eingelaufene Rechtsaußen jedenfalls mit einem sehenswerten Heber zum 5:4 zu Beginn der achten Minute ab.

    Die Sache mit der Anzeigetafel

    Da wir gerade bei dieser speziellen achten Minute sind: Den Zuschauern an diesem Heimspieltag wird es aufgefallen sein, dass in der Goldäckerhalle eine neue Anzeigetafel hängt, die aber zu diesem Zeitpunkt bereits schon wieder teilzerstört war. Zumindest fehlten bei der zweiten Ziffer der Zeitanzeige die beiden oberen linken Segmente der Matrix. Wenn nun also ein Zuschauer bei diesem Spiel zu spät gekommen ist, gerade noch den wunderschönen Abschluss des Dicken-Bauch-Spielzuges mitbekommen hat und dann seinen Blick zur Anzeigetafel schweifen lässt, wird er sich vermutlich zunächst mal ziemlich gewundert und eventuell auch geärgert haben. Denn anstelle der tatsächlichen Spieldauer von 7:05 Minuten wurden 1:05 Minuten angezeigt. Und insgesamt neun Tore innerhalb von 65 Sekunden zu verpassen, das wäre tatsächlich sehr ärgerlich gewesen. In der zweiten Halbzeit hingegen prangten von oben oftmals Sachen wie beispielsweise 4d:36 oder 5ɔ:23, was durchaus auch Codenamen für weitere Spielzüge hätten sein können. Verwirrend, zumal darauf auf dem Feld einfach kein weiterer Spielzug zu sehen war…

    Stark in Unterzahl

    Leider war in der Anfangsphase ansonsten beim Torabschluss auf Außen ein ums andere Mal der Wurm drin. Bereits schon früher als zur 6:4 Führung in der elften Minute hätte es durchaus einmal hachteln dürfen. Im Laufe des Spiels besserte sich aber das Trefferglück, was bei einem so hohen Endstand folglich auf fast jeden Spieler zutraf.

    Je älter die erste Halbzeit wurde, desto mehr machte sich der Tabellenstand auch bemerkbar. Die M1 bekam das Spiel zunehmend in den Griff und agierte insgesamt souveräner, die erste Fünf-Tore-Führung war zur 17. Minute zum 11:6 herausgespielt. In der kurz darauf folgenden Unterzahl machte sich der Leistungsunterschied dann deutlich bemerkbar. Durch einen langen und schön herausgespielten Angriff mit erfolgreichem Abschluss und einem (in Unterzahl!) mehr als frei gespielten Außen konnte die zwei Minuten Strafe erfolgreich mit 2:0 gewonnen werden.

    Mit einem Spielstand von 17:10 schickte der Schiedsrichter, der die Partie insgesamt gut im Griff hatte, die Mannschaften in die Kabinen.

    Hervorragend funktionierende Mannschaft

    Zur zweiten Halbzeit gibt es eigentlich nicht allzu viel zu sagen. Dadurch, dass die M1 an diesem Tag einfach offenbar wahnsinnige Lust auf Handball hatte und auch bis zum Ende nicht nachließ, konnte man die zweite Halbzeit mit einem noch deutlicheren Ergebnis von 22:9 für sich entscheiden. Zu so einem hohen Ergebnis beigetragen haben sicherlich auch die in der zweiten Halbzeit immer häufiger werdenden Tempogegenstöße.

    Darüber hinaus hat man als Außenstehender – schon vorher, aber bei diesem Spiel insbesondere – gesehen, dass die Mannschaft trotz eines vorzeitig gewonnenen Spiels immer noch gewillt ist, für den anderen zu rennen und sich aufzureiben. Auch bei vorzeitig verlorenen Spielen hatte man in dieser Saison bisher nicht den Eindruck, das Team würde auseinanderfallen, aber an diesem Samstag wurde diese positive Eigenschaft besonders deutlich. Dem Trainer ist es gelungen, so hat es den Anschein, mit der Mischung aus vielen jungen Spielern und ein paar alten Recken ein homogenes und gut funktionierendes Mannschaftsgefüge zu formen. Ohne dieses hätte man das Spiel gegen die Zweite aus Neuhausen eventuell auch gewinnen können, aber definitiv nicht mit einem Kantersieg von 39:19.

    Rege Beteiligung beim nächsten Spiel erhofft

    Diesen Samstag (15.12.2018) wird der letzte große Heimspieltag in diesem Jahr stattfinden. Die einzelnen Teams – und so auch die M1, die diesen Spieltag mit dem letzten Spiel um 20 Uhr bei hoffentlich voll funktionierender Anzeigetafel beschließen darf – würden sich mit Sicherheit über zahlreiche Zuschauer freuen, die das Spielgeschehen mit ihrer Stimme und ihrem unvergleichlichen Rhythmusgefühl an den Trommeln positiv beeinflussen. Denn eine Niederlage möchte ja schließlich niemand mit ins neue Jahr nehmen.

  • F2: Punktlandung

    ,Mit dem Neuen endet die Pleiteserie?

    Der erste Saisonsieg war zum Greifen nah. Am Ende ist es für die Handballerinnen der HSG LE am […] Donnerstag in der Landesliga immerhin ein Unentschieden und damit das Ende der eigenen Niederlagenserie geworden.''

    Mit dem Neuen endet die Pleiteserie!

    Getrieben von ,,dem Neuen'' legten die HSG LE Damen vor. NTW legte nach und so entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Die Halbzeitpause wurde mit einem 10:11 eingeleitet. ,,Der Neue'' war zufrieden mit der Leistung seiner Spielerinnen.

    Von den 11 gegnerischen Toren, wurden 4 von der 7-Meter-Linie erzielt. Auf der HSG LE Seite wurden von 10 Toren, 2 per 7-Meter verwandelt. Demnach standen 7 gegnerische Feldtore, 8 heimischen gegenüber. Das stake Kreisanspiel und vorallem der körperlich starke Kreis der Gegner machten es den LE-lern schwer Fouls zu unterbinden. Dementsprechend sollte das Kreisanspiel frühzeitig unterbunden werden, damit man kein Kräftemessen an der durchgezogenen Linie vollbringen musste.

    1. 33. Minute, Tor und Ausgleich auf Seiten der HSG LE. Auf dem Spielfeld stand laut Tabelle der Letztplazierte (HSG LE) dem fünftplazierten (NTW) gegenüber. Tatsächlich sah das aber nicht nach einem ,,Goliath und David''-Kampf aus, sondern nach einer ausgeglichenen Partie, die nur durch Köpfchen gewonnen werden konnte. Das Ergebnis spiegelt das Spiel gut wieder. Der Ausgleich zum 19:19 wurde durch die HSG NTW erzielt. Wir erhalten kurz vorm Schluss noch eine Chance, doch vergebens.

    Um die Statistik von oben noch einmal weiter zu führen, schauen wir uns auch hier die erzielten Tore an. Von den 8 gegnerischen Toren, wurden wieder 3 von der 7-Meter-Linie erzielt. Auf Seiten der HSG waren es von 9 Toren 2, die per 7-Meter verwandelt wurden. Daraus ergibt sich ein Stand von 5 gegnerischen zu 7 heimischen Toren in der zweiten Halbzeit.

    Lange Rede, kurzer Sinn – 1 Punkt > 0 Punkte

    Auch wenn mehr drin gewesen wäre, war das (punkttechnisch) das beste Spiel der letzen 6. Nach nur einem Training mit ,,dem Neuen'' ist eine deutliche Leistungssteigerung zu sehen und daran kann und muss man anknüpfen. Die Motivation stimmt (endlich) wieder. #CBS

    Es spielten: I. Lieb, F. Lieb (beide Tor), Wirtz (1), Wittum (3), Soldner, Schweizer (4/3), Mitic, Dinkelacker (4), Breuning (3), Zeeb (1/1), Hinterkopf (1), Müller (2), Fink, Steinlein

     

  • M1: Das Nachspiel

    m1Der Titel kann zugegeben leicht falsch verstanden werden. „Nachspiel“ bedeutet jedoch in diesem Fall nichts Schlechtes oder gar Bösartiges. Denn am vergangenen Spieltag (3. November) sollte es das erste Mal in dieser Saison sein, dass die beiden ersten aktiven Teams der HSG nacheinander ihre Spiele austragen durften. Und nach dem ziemlich großartigen und spannenden Spiel der Damen, die mit 26:22 den - bis zu diesem Zeitpunkt - punktgleichen Tabellen-Nachbarn aus Heinigen nach Hause schickten, war das Team der M1 an der Reihe. Mit diesem Sieg stehen die Damen übrigens als Aufsteiger aktuell mit 12:6 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz. Wenn ein profaner Spielbericht wie dieser jetzt Beifall klatschen könnte, er würde es tun.

    Im Anschluss daran lief wie erwähnt die M1 aufs Parkett. Es ist ein wenig eigenartig - und auf diesen Gedanken kann man als jemand ohne Einblick in die Interna des Vereins schon mal kommen - dass die BW-Oberliga (4. Liga!) das Vorspiel für die Bezirksklasse Esslingen/Teck ist. Wenn man auf ein Konzert geht, würde man ziemlich aus der Wäsche gucken, wenn die Band, die in großen Lettern von der Eintrittskarte prangt, den Anheizer für die Vorband geben würde. Aber ich schweife ab...

    Zurück zum Nachspiel

    Wirklich viel zu erzählen gibt es in der ersten Halbzeit nicht. Gegen den Tabellenletzten hätte man eigentlich ein vermeintlich leichtes Spiel erwartet, und im Angriff schien das zu Beginn tatsächlich auch so zu sein. Die gegnerische Abwehr glich meinem Lernmotto damals in der Schule: Mut zur Lücke. Was bei mir natürlich mehr schief als gut ging, gilt in diesen ersten Minuten auch für die Grabenstettener Abwehr. Kein Aufbau der HSG-Angriffe musste komplett von links nach rechts mit Druck durchgespielt werden. Das Loch in der Abwehr des Gegners fand sich einfach zu schnell, und der Torhüter dahinter schien gedanklich noch in der Kabine zu weilen.

    Leider aber hatte Grabenstetten außer einer Abwehr auch einen Angriff in die Goldäckerhalle mitgebracht. Und der schien beim munteren Torewerfen ebenfalls mitmischen zu wollen. Jedenfalls stand es nach fünf Minuten bereits 5:5, und jeder kann sich das finale Resultat ausrechnen, falls diese Intensität beibehalten worden wäre. Wurde sie aber nicht, das dürfte auch jedem klar sein. In der Folge hatte der Gegner jedoch das glücklichere Händchen, so dass die M1 beim Stand von 8:12 eine Auszeit nehmen musste. Danach kam man zwar langsam ins Spiel, der Ausgleich zum 14:14 fiel aber erst zur 27. Minute. Der Pausengong - oder besser: gesagt diese unglaublich nervende Hallentröte - erreichte das Spiel beim Stand von 17:18. Es ging also mit einem leichten Rückstand in die Kabine.

    Gaspedal im zweiten Abschnitt endlich entdeckt

    Der Start in die zweite Halbzeit gelang - wenn man es mal so ausdrücken möchte - überhaupt nicht. Aus dem 17:18 zur Pause machte Grabenstetten sehr schnell ein 17:20. Danach aber drehte die M1 auf, der Gleichstand zur Aufholjagd gelang in der 37. Minute zum 20:20. Die erste deutliche Führung erspielte man sich neun Minuten später beim 29:25.

    Leider kam dieses Spiel nicht ohne rote Karte aus. Bei einem schnellen Angriff der Grabenstettener hakte sich einer der erfahreneren Spieler auf Außen geschickt mit seinem Wurfarm bei unserem Abwehrspieler am Sechs-Meter-Kreis ein. Die klare Regelauslegung: rot. Wenn man aber bedenkt, dass unser Abwehrspieler eigentlich noch in der A-Jugend spielt und diese Aktion ein paar Minuten vor Schluss bei einem deutlichen Rückstand passierte, kann man schon mal die Frage stellen: Muss man diese rote Karte tatsächlich so provozieren, auch wenn die Regel sie klar hergibt? Das über weite Strecken gut pfeifende Schiedsrichtergespann konnte die Aktion auch nur mit einem Schulterzucken quittieren, als sie die rote Karte zückten. So sind eben die Regeln, ihnen blieb keine andere Wahl.

    Viel eingebracht hatte diese ganze Aktion ohnehin nicht. Der dazu gehörende Siebenmeter wurde stark vom Keeper pariert. Die M1 entschied die paar Minuten danach mit 5:1 für sich, so dass am Ende aufgrund der zweiten Halbzeit ein verdienter 37:29 Sieg auf dem Konto verbucht werden konnte.

  • M1: Die HSG-Welt (noch) nicht gerettet

    m1Es ist Donnerstag, der 1. November. Also... jetzt explizit heute selbstverständlich nicht. Die Chance, dass heute irgendein anderer Tag ist, ist relativ hoch. Aber das Auswärtsspiel unserer M1 gegen die Zweite aus Dettingen fand am 1. November statt, arbeitet hier bitte konzentriert mit! Und es ist kurz vor 18 Uhr... ihr versteht!? Darüber hinaus ist es tiefster Herbst, und wenn man zu dieser Jahreszeit an genau diesem Tag zu dieser Uhrzeit die B28 von Reutlingen in Richtung Dettingen fährt, ist es schon relativ düster. Lediglich die bereits untergegangene Sonne lässt noch einen kleinen Streifen blaue Helligkeit am Himmel stehen. So sieht es zumindest im Rückspiegel aus. Das spärliche Licht, das von hinten scheint, legt die Umrisse der Schwäbischen Alb frei, die sich direkt vor einem aufbäumt und bedrohlich schwarz anmutet. Bei genauem Hinsehen sind in der Dunkelheit noch vereinzelt Nebelschwaden am Fuße der Berge zu erkennen.

    Ein Szenario, als würde man direkt nach Mordor fahren. Das verdient ohne jeden Zweifel das Prädikat „beeindruckend“. Der kleine Abenteurer, der vielleicht irgendwo in jedem von uns wohnt, möchte sofort in das dunkle Gebirge aufbrechen und einen kleinen goldenen Ring in einen mit brodelnder Lava gefüllten Krater werfen.

    Wenn man dann aber tatsächlich auf dem Parkplatz der Dettinger Sporthalle aus dem warmen Auto steigt, stellt man sich schon die Frage, wo zum Geier zu dieser Jahreszeit solch hohe Temperaturen herkommen sollen, die Metall tatsächlich zum Schmelzen bringen können. Zumal es auf der Schwäbischen Alb schon seit rund elf Millionen Jahren keine aktiven Vulkane mehr gibt. Wenig heldenhaft, das Ganze. Plötzlich kommt man sich ziemlich klein vor. So kann man die Welt nicht retten. Dann muss man den Ring eben auf dem Wohnzimmertisch liegen lassen und bis zum nächsten Sommer warten. Das dauert zwar etwas, aber immerhin hätten sich dann die Sachen mit der Temperatur und dem Einschmelzen des Ringes von selber erledigt. Frodo hätte das unter diesen Umständen mit Sicherheit nicht anders gemacht, dieses pfiffige kleine Frettchen.

    Ich bin ehrlich gesagt nicht so ganz sicher, ob ich die Geschichte von Tolkien so einigermaßen korrekt wiedergegeben habe. Die Filme habe ich zuletzt gesehen, als sie ins Kino kamen. Also vor rund 18 Jahren. Seitdem nicht mehr. Mittlerweile bin auch ich älter geworden, und da hat man eben einfach nicht mehr die ganz große Lust, sich drei dreieinhalb Stunden lange „Filme über die Schmucktransporte von Lilliputanern reinzuziehen“ [1]. Die dafür aufgewendete Zeit bekommst du nie wieder zurück.

    Gute Vorzeichen

    Kommen wir also vom gedanklichen Versuch die Welt zu retten zu etwas vollkommen Anderem und Rationalem: Ein Handballspiel in der Bezirksklasse Esslingen/Teck. Und zwar eines, das von den rein tabellarischen Vorzeichen richtig gut hätte werden können. Denn bisher hatte die M1 in dieser Saison gegen jedes Team gewonnen, das in der Tabelle vor ihnen stand. Gegen Dettingens Zweite hingegen lag man nach 13 Minuten leider bereits mit 10:4 zurück, was den Trainer zur ersten Auszeit zwang. Bis dahin hatte er zu viele Lücken in der Abwehr und zu viele verworfene Bälle im Angriff gesehen. Dettingen machte dem Gast das Abwehrleben durch schnelles Positionsspiel und konsequent ausgespielte Spielzüge schwer. Zudem war unsere Abwehr sehr leise, verbale Kommunikation war zumindest auf der Tribüne nicht zu hören. Nach der Auszeit besserte sich das Spielgeschehen etwas. Platzierte Würfe aus der Distanz und ein nun besser aufgelegter Torhüter schien nun das Rezept zu sein und ließ die HSG einen Spielstand von 13:5 zumindest zu einem 13:9 aufholen. Zur Halbzeit ging es mit 16:11 in den Untergrund der Dettinger Sporthalle.

    Offenbar Dampf in der Kabine

    So ganz genau weiß man natürlich nicht, was zur Halbzeit in der Kabine abging. Was auch immer es war, es zeigte Wirkung: Zu Beginn des zweiten Abschnitts sahen die Zuschauer energische Ballgewinne durch die HSG, die sofort von der Mannschaft und den Zuschauern - natürlich sofern HSG-Fans - frenetisch mit Jubel quittiert wurden. So muss das! Dazu traute sich das Team der M1 im Angriff den ein oder anderen schönen Spielzug zu. Leider blieb der vier bis fünf Tore Rückstand in dieser Phase bestehen, da auch die Dettinger ihrerseits nicht aufs Tore werfen verzichten wollten und dann doch zur 47. Minute bereits mit 24:17 davon gezogen waren. Zehn Minuten vor Schluss nahm die HSG in den Angriffen den Torhüter aus dem Spiel. Auch diese Maßnahme brachte nicht den gewünschten Erfolg, da Dettingen im Angriff trotzdem Tor um Tor warf und zu den richtigen Zeitpunkten die Angriffe clever und lange ausspielten. Dass man der M1 trotz allem den Willen und zumindest in der zweiten Halbzeit die Einstellung nicht absprechen konnte, zeigte einer der letzten Tempogegenstöße, der erfolgreich zum 28:22 abgeschlossen werden konnte. Am Ende stand ein 32:24 zu Ungunsten der M1.

    Sportlich über das ganze Spiel und auch mit der notwendigen Neutralität betrachtet hat das bessere Team an diesem ersten November-Abend des Jahres 2018 gewonnen. Ein paar Prozent waren es, die die Mannschaft aus Dettingen individuell stärker war. Vor dem Rückspiel braucht sich die HSG aber auf gar keinen Fall zu verstecken! Und die Chance, es besser zu machen, bot sich nicht mal zwei Tage später im Heimspiel gegen Grabenstetten. Und sie haben es besser gemacht...

    [1] Zitat Torsten Sträter

  • F2: Ein Spiel zum Vergessen

    f2LE, 06.10.2018, 16.00 Uhr

    Nach einer sehr trainingsarmen Woche, traf man auf einen lauffreudigen Gegner. Trotz voller Bank wurde spärlich gewechselt. Manchmal gibt es eben Spiele, bei denen nichts, wirklich rein gar nichts läuft und so war es bei uns am Samstag. Vorne Ideenlos und hinten ohne nötige Aggressivität. Nachdem man gemerkt hat, dass das, was man gerade tut, weder hinten, noch vorne was bringt, sollte man entweder was im Angriff oder in der Abwehr ändern. Leider beherzigten weder Trainer, noch Spielerinnen diese Idee und so spielten wir weiter drauf los, ohne etwas zu ändern. Dementsprechend hat die HSG das Spiel mit 19:32 verloren.

    Nachdem man am Montag schon gemeinsam auf dem Wasen war, nahm man diese Stimmung wenigstens in die dritte Halbzeit mit. Vielen Dank auch hier an Nicole Bergwanger fürs Aushelfen.

    Es spielten: I. Lieb, F. Lieb (beide Tor), Wirtz (2), Wittum, Soldner (1), Schweizer, Knoll (3), Mitic,  Dinkelacker (4), Bergwanger (3/1), Hinterkopf, Steckroth (1), Fink (1), Steinlein (4)

  • F2: Pech im Rundenspiel - Glück im Pokal

    f2Weilheim, 27.09.2018, 19.15Uhr – Selbstvertrauen tanken

    In der ersten Halbzeit war das Spiel noch ausgeglichen. Mit einem Stand von 12:13 verabschiedete man sich in die Kabine.  

    Die ersten 5 Minuten der zweiten Hälfte glichen der ersten Hälfte. Die volle Bank auf Seiten der HSG ermöglichten dem Trainer Spielerinnen variabel einzusetzen und die Kräfte aller optimal zu portionieren. So zeigte sich die HSG im besseren Licht und erarbeitete sich Stück für Stück die Führung von 6 Toren. Trotz des Vorsprungs war man sich sicher, dass man nun nicht nachlassen durfte. Zu oft hatte man in der Vergangenheit bereits Führungen hergeschenkt und gewonnen geglaubte Spiele aus der Hand gegeben. Doch dieses Mal behielt die HSG Ruhe und Konzentration. Auch den letzten, der drei 7-Meter hielt unsere Franzi suverän und behält eine 100%-Quote beim 7-Meter-Halten.

    Vielen Dank an dieser Stelle für das Aushelfen von Marie Elsäßer und Carlina Luft.

    Es spielten: Lieb (Tor), Wittum, Soldner (1), Schweizer, Luft (9/2), Dinkelacker (1), Breuning (2),  Zeeb (4), Hinterkopf (1), Steckroth (1), Elsäßer (7), Fink (1), Steinlein (1)

  • F2: Ver-Derby

    f2Vaihingen, 29.09.2018, 19.30 Uhr - Nach dem starken Auftreten und dem Pokalsieg in Weilheim landet die zweite Frauenmannschaft aus Leinfelden-Echterdingen wieder auf dem Boden der Tatsachen. In Vaihingen verliert die HSG gegen den SV Vaihingen mit 20:24. Vor dem kommenden Spiel am Samstag ist nun also Wunden lecken angesagt.

    Dennoch war es die HSG, die zu Beginn besser ins Spiel fand und die Partie eröffnete. Vaihingen ließ nicht lange auf sich warten und so konnte sich bis zur 10. Minute keine der beiden Mannschaften absetzen. Geprägt von technischen Fehlern auf der Vaihinger Seite war es der HSG vorbehalten sich einen Vorsprung von 7:10 bis zur 25. Minute zu erarbeiten. Das Resultat hätte noch deutlicher ausfallen können, doch es scheiterte meist an der großen Torfrau Vaihingens, die (vor allem auf Außen) große Winkel kleinmachte. Nach und nach schlichen sich wieder technische Fehler ein, die Vaihingen nutzte und damit sogar in Führung ging. Bei einem ausgeglichenen und spielgerechten Stand von 10:11 wurden die Seiten gewechselt.

    Vaihingen erwischte den besseren Start in die zweite Halbzeit und konnte ihren Vorsprung bis zur 46. Minute auf 15:19 ausbauen. Natürlich wäre es kein spannendes Lokalderby, wenn Vaihingen einfach so gewonnen hätte. Bis zur 55. wurde der Ausgleich wieder hergestellt und die Anzeigetafel zeigte 19:19 an. Danach hatte die HSG Mühe, das Angriffsspiel strukturiert aufzubauen und hinzu kam, dass in der Abwehr die benötigte Körpersprache fehlte.

    Vier Minuten vor Schluss sah sich der Trainer der HSG zu einer Auszeit gezwungen. Die Ansage: Hinten zu machen, vorne rein machen – war genauso wenig aussagekräftig, wie die HSG dann auch gespielt hat. 1 HSG Tor  stand in den letzten 5 Minuten 5 Toren Vaihingens gegenüber. Zu wenig, zu schwach, verloren – mit 4 Toren. Ohne Kampf und Aggressivität bekam die HSG keinen Zugriff mehr auf die Gastgeber. Wichtig wird nun sein, sich weiterhin auf die eigenen Stärken zu besinnen und intensiv am Abwehrverhalten zu arbeiten, da Körpersprache und Aggressivität zum Schluss zu wünschen übrig ließen.

    P.S.: Vielen Dank an die zahlreichen Fans, die uns lautstark angefeuert haben.

    Es spielten: I. Lieb, F. Lieb (beide Tor), Wirtz (3), Wittum, Soldner, Schweizer (2/2), Mitic (4), Dinkelacker (5), Breuning, Hinterkopf (1), Steckroth (3/1), Fink, Steinlein (2)